ÜBER MICH

So hat es begonnen

Das Interesse für die Biene, die Imkerei war bei mir schon lange Zeit vorhanden. Immer wieder habe ich Vorträge besucht, um mehr über dieses faszinierende Thema zu erfahren.
In der Öffentlichkeit wurde seinerzeit um dieses Thema bei weitem nicht so viel Aufsehen gemacht, wie es heute geschieht. Es gab nur eine spärliche Anzahl von Vorträgen, so habe ich mich in die Literatur vertieft.
Da ich berufsmäßig sehr viel im Ausland unterwegs war und auch sonst recht viel um die Ohren gehabt habe, ist die Imkerei, eine viel zu lange Zeit, ein Traum von mir geblieben.

2004 – 2014

Dann bin ich durchgestartet

Es muss im Jahr 2004 gewesen sein – da bin ich durchgestartet.
Die Tätigkeit im Büro hat mir schon mehr Freizeit gelassen, die Pension habe ich auch schon schön langsam vor Augen gehabt.
Ich habe mir gesagt, wenn nicht jetzt – wann dann?
Ich bin einem Imkerverein, nämlich der Ortsgruppe III (heute: Imkerinnen und Imker Wien West), beigetreten und habe einen Imkerkollegen näher kennengelernt. Daraus hat sich eine lang anhaltende Freundschaft entwickelt. Von diesem Imkerkollegen, nämlich Hans, habe ich jede nur erdenkliche Unterstützung erhalten. Es war eine schöne, oft auch turbulente und teilweise recht anstrengende Zeit.
Von 2006 bis 2012 war ich im Vorstand der Ortsgruppe III als Kassier tätig. Für diesen Verein habe ich auch die Website entwickelt und betreut, so wie alles Grafische erledigt.

Mit Volldampf voraus

Meine kommenden Jahre waren durch die Imkerei voll ausgelastet.
Ich war Stammgast in der Imkerschule Warth. Habe dort zahlreiche Spezialkurse über die Imkerei besucht. Desweiteren habe ich dort die Ausbildung zum Imkerfacharbeiter, sowie zum Imkermeister gemacht.
Ich bin mit Hans zusammen mit den Bienen gewandert, um meine eigenen Sortenhonige zu ernten. Die Wanderziele für den Raps- und Akazienhonig waren unter anderem Zillingtal und Großhöflein im Burgenland . Nach Alpl in die Steiermark bin ich für den Waldhonig gewandert.
Wir haben Cremehonig gerührt, Spezialhonige abgefüllt – Blütenpollen verarbeitet, sowie Propoliscremen, Propolistropfen hergestellt – und zahlreiche Kerzen und sonstige Figuren aus Bienenwachs, zum Verkauf in der Weihnachts- bzw. Osterzeit, gegossen.
Mehrere Jahre habe ich meine Bienenprodukte auf den verschiedensten Märkten und bei den verschiedensten Veranstaltungen zum Verkauf angeboten. Der Kontakt mit den Kunden war etwas Schönes – konnte man doch oftmals im Gespräch Wissenswertes über die Biene und die Imkerei weitervermitteln.
Ich war Hausimker im Schloss Neugebäude, in Simmering – am Ostermarkt, Weihnachtsmarkt, Ritterfest und diversen sonstigen Veranstaltungen. Auch im Kahlenbergerdorf beim jährlichen Kahlenbergerdorfer Dorffest und Adventmarkt, durfte ich meine Bienenprodukte zum Verkauf anbieten. Desweiteren habe ich monatlich je einen Verkaufstag in 5 Wiener Pensionistenheimen abgehalten.
Wer imkert weiß, wieviel Vorbereitung für all dies notwendig ist. Diese Jahre war ich, mit meiner Imkertätigkeit, voll ausgelastet.

Probleme treten auf

Dann ist es Schlag auf Schlag gegangen.
Meine Probleme mit der Lendenwirbelsäule, welche ich schon lange Zeit hatte, sind immer größer geworden. Dies bedeutete für mich, dass ich die Bienenstöcke drastisch reduzieren und den Verkauf einstellen musste, da ich der körperlichen Belastung nicht mehr gewachsen war.
Schlussendlich bin ich an der Lendenwirbelsäule operiert worden.
Dies bedeutet:
Anstrengende körperliche Tätigkeiten sind für mich nicht mehr möglich.
Ein weiteres Problem ist aufgetreten. Mein Körper hat, im Laufe der Jahre, eine Bienengiftallergie entwickelt. Ich muss regelmäßig eine Immunisierungsspritze erhalten. Eine Besserung hat es bis jetzt nicht wirklich gegeben.
Dies bedeutet:
Ich darf nur mit Schutzkleidung zu meinen Bienen.

Der Kreis schließt sich

Um weiterhin bei den Bienen sein und mich imkerlich betätigen zu können, habe ich für mich folgende Lösung gefunden:
Ich suche mir Patenkinder, mit welchen ich mich verstehe und begleite diese durch das Bienenjahr.
Sie haben die Bienenstöcke und soeben mit dem Imkern begonnen, sie benötigen Rat – Ich versuche meine Erfahrung und mein Wissen einzubringen.

Weiteres hat sich ergeben

Je mehr ich mich bei meiner eigenen Imkerei zurücknehmen musste, umso mehr versuchte ich mich an anderer Stelle nützlich zu machen.
Schon 2010 habe ich die erste Website, damals noch in HTML und CSS, für den LV für Bienenzucht in Wien erstellt. Auch das ‚alte‘ Logo habe ich ‚verjüngt‘.
Auf den Rücktritt des damaligen Präsidenten, IM Ernst Wilhelm, im März 2013, folgte Dr. Erich Witzmann als Präsident. Ich wurde erstmals, als Schriftführer, in den Vorstand des LV für Bienenzucht in Wien gewählt.
Turbulente Zeiten folgten – noch 2013 ist Dr. Erich Witzmann als Präsident zurückgetreten.

2014 bis 2017

Ab 2014, nachdem ich meine eigenen Bienenstöcke und den Verkauf krankheitsbedingt aufgeben musste, habe ich meine Tätigkeit im LV für Bienenzucht in Wien intensiviert.
Als neuer Präsident gewählt, wurde bei der Generalversammlung im März 2014, Dipl.-Tzt. Philipp Maier. Auch in diesem Vorstand war ich als Schriftführer tätig.
Laut den damals gültigen Statuten musste ich dafür den Verein wechseln. Von 2014 bis 2018 war ich Mitglied in der Ortsgruppe 8 (heute: Bienenzuchtverein Rodaun). Auch für diesen Verein habe ich die Website entwickelt und betreut.
Im September 2015 erfolgte sodann der Rücktritt des kompletten Vorstands. Der LV für Bienenzucht in Wien war vorstandslos.
In diesem Fall haben die Obleute der acht Wr. Bienenzuchtvereine, unter der Führung von Gustav Penker, die Leitung des LV für Bienenzucht in Wien  interimistisch übernommen.
Vom Herbst 2015 bis Jänner 2016 wurden zahlreiche Sitzungen der Obleute abgehalten, um einen Weg aus dieser Krise heraus zu finden. Ich war bei diesen Sitzungen für die Mitschrift verantwortlich.
Bei einer außerordentlichen Generalversammlung im Jänner 2016 ist durch die Wahl eines neuen Vorstands, unter Präsident IM Albert Schittenhelm, wieder Ruhe in den LV für Bienenzucht in Wien eingekehrt. Ruhe nur, was den Vorstand anbelangt.
In diesen beiden letzten Jahren hat sich soviel Positives im LV für Bienenzucht in Wien getan, wie schon sehr viele Jahre zuvor nicht mehr.
Ich bin dankbar, dass ich in diesem super Vorstand mitarbeiten durfte.
Ein besonderer Höhepunkt für mich, war natürlich der Neubau der Imkerschule Wien.
Leider muss ich nunmehr nach zwei schönen, spannenden Jahren ‚w.o. geben‘. Meine Gesundheit hat sich leider weiter verschlechtert und jünger bin ich auch nicht geworden.
Daher trete ich per Ende 2017 nach zwei schönen, ereignisreichen Jahren, in einem super Vorstand unter Präsident IM Albert Schittenhelm, zurück und mache Platz für eine Verjüngungskur.

2018 Nun ist endgültig Schluss

Schulter OP - 6. September 2018Im Frühjahr 2018 haben Dragica und ich von den drei Bienenstöcken, zwei Bienenstöcke ausgewintert. Ein Bienenstock ist schon im Herbst 2017 der Varroa zum Opfer gefallen.
Im Laufe des Bienjahres haben wir den dritten Bienenstock durch einen Kehrschwarm wiederbesiedelt.
Aus den zwei Bienenvölkern haben wir eine recht passable Honigernte erzielt.
Mitte Juli haben wir mit dem Einfüttern und der Varroabehandlung begonnen. Dies ist nunmehr bereits abgeschlossen. Drei Bienenvölker werden wieder eingewintert.

Schon bei den letzten Arbeiten konnte ich Dragica nicht mehr körperlich helfen, da ich am 6. September eine Schulter-OP gehabt habe.
Die OP ist gut verlaufen. Nun folgten über mehrere Wochen Physikalische Behandlungen, bzw. in ca. 3 – 4 Monaten soll es eine REHAB geben.

Für mich steht fest, dass somit mit der aktiven Imkerei endgültig Schluss ist. Ich will nicht unbedingt nochmals so eine Prozedur durchmachen.

Ich will mich ab sofort viel mehr meinen anderen Hobbys widmen.

IN JEDEM ENDE LIEGT EIN NEUER ANFANG

Miguel de Unamuno y Yugo (1864-1936)

2019 Doch noch kein Ruhestand

Und wieder ist es anders gekommen als gedacht.

BACK TO THE ROOTS

Kaum bin ich per Ende 2018 aus dem Imkerverein Bienenzuchtverein Rodaun ausgetreten und ab Jänner 2019 wieder meinem ursprünglichen Imkerverein Imkerinnen und Imker Wien West beigetreten, ist schon wieder Arbeit auf mich zugekommen.

DOCH NOCH KEIN RUHESTAND

Der Kassier ist zurückgetreten und ich habe mich breitschlagen lassen, dieses Amt im Vorstand, bis zum Ende der Legislaturperiode, zu übernehmen.

Auch mit meiner Imkerkollegin Dragica mache ich weiterhin die Betreuung der Bienenstöcke.
Bei uns hat es keine Winterverluste gegeben. Mit drei starken Bienenvölkern geht es weiter.

MANCHE SAGEN ICH BRAUCHE DAS

Sie haben recht.

 

imker_willi_1

(Stand, Mai 2019)

 

Weiteres, über den anderen Willi, findest Du auf meiner Website ‚willi’s kunterbuntes allerlei‘

Hier gehts zu 'willi's kunterbuntes allerlei'

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